#CBG17-Fahrer-Bericht: #49 Robert K.

Mit freundlicher Genehmigung aus Facebook kopiert:
„Habe bis auf die Regensachen und eine Garnitur Radkleidung alles gebraucht. Nächstes Mal würde ich die Garnitur Radsachen zu Hause lassen.
der Start lief bombe, mit Gunnar & Co über feinste Wurzeltrails in Wäldern gezogen, knackige Anstiege in Spessart und Weingegenden geschoben, es war geil. nach den ersten 100k knapp haben wir uns halb 2 in irgend n dorf in der dorfbummdisco „C’est la vie“ neues Wasser und Coke geholt, bert am Tresen, die Ü40 Gäste schauten uns an wie Marsmenschen—„was? wo wollt ihr hin?, wo kommt ihr her? bescheuert…“ 😉
erstes Shelter mit Bert & Christopher war luxus, um 6 Uhr sind wir wieder aufgestanden.
mit Bert den Holländer n Stück zu fahren war super, starker Fahrer mit nem Surly Crosser – Samstag Mittag musste ich ihn ziehen lassen.
kurzfristig entschädigt haben wunderschöne Wegabschnitte – einfach nur toll, und ich war überrascht was für kleine Ecken Deutschland noch so hat.
mein zweites Nachtlager alleine irgendwo im dorf gegen 1 Uhr nochnwas – an nem Kegelverein am Schwimmbad – das war safe und gleich neben der Strecke – leider habe ich da früh 1h verschlafen und den wecker nicht gecheckt und kam erst kurz vor 7 Uhr los.
früh war frost, der Körper tat n bissl weh und ich hatte keene Lust.
Irgendwann kam´die Sonne raus und die Dorfwege rüttelten gut wach, dann lief es wieder und ich konnte gut Zeit machen auf Rumpelabfahrten auf denen die Crosserfraktion gut zu tun hatte – erstes Bier der Strecke um 10 Uhr in Thüringen. dann folgte eigentlich nur Scheiße, kilometerweise Straße, gegenwind, Feldwege, Gegenwind, Tanken, Fressen, Wasser suchen, Gegenwind, mentaler Blackout, Koffeingeballer um klar zu bleiben , kein Bock mehr, schmerzende Achillessehne, Sandwege kündigen Brandenburg an usw..
Ab 20k vor Potsdam dann wieder Zündung, Essen half, Waldwege die gut liefen, die Hoffnung auf bekanntes Terrain ab Berlitz. Der Rest der 60k war dann wie auf Droge, stand derbe neben mir, im Dunkeln den alten Grenzstreifen im Wald neben der Autobahn , es zog sich sehr, Phantomgeräusche und optische Lichtschübe durch die Kopflampe, ich war durch, mehrere Fehler in der Navigation, ein Snickers nach dem Anderen reingestopft und irgendwann heilfroh gewesen die ersten Lichter vom Berliner Bezirk zu sehen, der Stadtverkehr war dann auch echt hart mit dem geistigen Zustand, hab gefroren wie sau:
Care packet im Hotel abgeliefert und mit großen Augen auf die Liste geschaut der Fahrer die vor mir da waren – Wahnsinnszeiten! Dann frierend zum Luftbrückendenkmal und vorbei nach Friedrichshain zu Alex

Thema Motivation:
Problem war nicht das Alleinefahren. Viel mehr der schlechte Start am Sonntag Morgen und die kalten Füße und sonstiger Körper.
Hinzu kam einfach der heftige Gegenwind über Stunden und meine aufrechte Sitzposition auf dem Fatty. Ich habe dort es bereut mir nicht noch irgend n Bastellösung für die Auflieger einfallen lassen zu haben. Dort war ich froh über ein paar KM Windschatten mit 2 anderen Jungs.

Ansonsten hatte mich körperlich der erste Teil mehr gefordert als wir noch alle eng beieinander lagen, da knallt man eben bei den ersten Jungs mit und will dabei bleiben, da muss man beißen.

Als ich alleine fuhr, war ich natürlich langsamer unterwegs, aber etwas kontinuierlicher über Stunden. Zu mal ich gerne alleine fahre mit Musik und auch in der Gruppe nicht der disziplinierteste Fahrer bin. Das Alleine Schlafen und Schlafplatz suchen empfand ich als eher uncool.

Zur Motivation, k.A. – bei mir legt sich dann einfach innerlich ein Schalter um der alles Andere ausblendet und nur die Strecke und die Zahlen vor Augen hat. Das GPS hilft mir da ungemein, ich schaue immer nur von größerem Checkpoint zu Checkpoint (ca. 20km Strecken) und spule die hintereinander ab. Mental kann ich mich da gut in eine Art „Tunnel“ versetzen und lausche nur dem Körper und den Gefühlen und agiere danach.

Es bringt eben mir einfach Spass so viel auf einmal zu sehen und nur zu Fahren, solange ich fahre ist alles gut. Auch kleinere Anstiege im Wiegetritt mache ich mittlerweile echt gerne mit dem kurzen Blick übern Vorderrad bis es eben aufhört. Und die Abfahrten auf der Strecke waren dann einfach nur geiles laufen Lassen und motivierten mich weiterzumachen weil man gesehen hatte wie sehr im Vorteil das 29er MTB war vs. Crosser.

CBG17 #49 Robert K.

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.