#01 Candy-Fahrer 2017: Anno S.

„Meine Motivation, beim Candy B. Graveller mitzufahren, teilt sich in zwei Bereiche: zum einen der allgemeine, warum ich gerade diese Tour, bzw. Touren in diesem historischen/ gesellschaftlichen Kontext gut und wichtig finde. Zum zweiten der egoistische, selbstbezogene Teil!

Zum ersten: leider ist ja die Vergangenheit aktueller den je. Angesichts gewaltiger politischer Herausforderungen (Syrienkrieg etc, Flüchtlingskrise, Erstarken des Rechtspopulismus) sowie einer sehr negativen Veränderung des gesellschaftlichen Klimas (Zunahme von Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit) ist es umso wichtiger, sich immer vor Augen zu halten, dass gerade wir Deutschen dies alles schon mal hatten. Aus der Geschichte sollten wir lernen, dass Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit letztendlich nur zu unvorstellbarem Leid führen. Gleichzeitig ist es aber genauso wichtig, sich daran zu erinnern, dass Menschenfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz letztendlich stärker sind!

Zwar war die Luftbrücke auch politisch motiviert, ohne die enorme Hilfbereitschaft und Menschenfreundlichkeit vorheriger Kriegsgegner nie möglich gewesen. Diese Kombination hat schließlich zur Aufhebung der Berlinblockade geführt. Auch der Fall der Berliner Mauer und die damit einhergehende Wiedervereinigung Deutschlands zeigen, dass menschenfeindliche Gedanken und Regime letztendlich keine Chance haben. Daher ist es unglaublich wichtig, solch positiv besetzte Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen!

Zum zweiten: ich liebe es, mich draußen und möglichst unabhängig fortzubewegen, fokussiert nur auf schlafen, essen, radfahren! Umso besser wenn dann noch ein festes Ziel und ein paar Gleichgesinnte dazukommen. Da wäre die GST eigentlich ideal, aber momentan familiärt bedingt zeitlich einfach nicht machbar. Umso schöner ist es, dass es ein ganz ähnliches, aber wesentlich kürzeres Event gibt.

Dann fehlt mir im Moment ein sportliches und dabei realistisch umsetzbares Ziel, um mich in der Winterzeit regelmäßig zum Radfahren zu motivieren.

Zuletzt noch ein ganz profaner Gedanke: ich habe soviel Equipment und ein geiles Rad, das braucht Anwendung und Auslauf. Und man kannn das als Begründung nutzen, dem Gear- Fetischismus zu fröhnen und noch das ein oder andere anzuschaffen!

Würde mich freuen, wenn wir am 28.4. gemeinsam in Frankfurt starten könnten!“

1 Comment

  1. Joerg O. Donnerstag, der 12. Januar 2017 at 09:34

    Insbesondere deine Beschreibung zum ersten Teil finde ich sehr gut, kann man eigentlich nicht besser beschreiben!

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